Festival Sommer 2008
Sommer und Sonne nahen – und mit ihnen die unzähligen Festivals, die musikbegeisterte und feierfreudige Menschen zusammenbringen sollen. Ein kurzer Blick auf die kommende Festival-Saison.
Durchtanzte Nächte, Müllberge, der erste Sonnenbrand des Jahres und – für manchen soll es ja fast schon Nebensache sein – gute Bands im billigen Dutzend. Egal ob Mini-Festival oder 400.000 Leute auf einer eigenen Donau-Insel, die Musikfestivals Europas haben einiges zu bieten. Manch einer kann sich keinen Sommer mehr vorstellen, nach dem nicht unzählige farbige Bändchen an seinem Handgelenk baumeln. Sowohl in den aufspielenden Bands, der Größe aber auch dem Preis gibt es jedoch große Unterschiede.
So legt man für das diese Woche in Krems stattfindende Donaufestival mehr als 170 Euro hin, um eine ganze Woche lang den überwiegend elektronischen Acts lauschen zu dürfen. Etwas billiger, dafür aber auch nur drei Tage lang sind das Frequency nahe Salzburg und das Nova Rock mit jeweils 105 Euro, die sich eher dem Rock widmen. Wer es gerne etwas größer hat, wird vielleicht beim Southside / Hurricaine Duo in Deutschland seine Heimat finden, die bei gleichem Lineup zusammen auf knapp 100.000 Besucher kommen und ansonsten in den letzten Jahren vor allem durch strenge Polizeikontrollen und ausufernden Alkoholkonsum aufgefallen sind.
Entspannter hat man es da augenscheinlich bei unseren Nachbarn im Osten. Fast eine halbe Million versammelt sich für eine Woche im August beim Sziget in Ungarn – eine künstliche Großstadt junger Leute mit derselben Begeisterung. Wer es dagegen nordisch kühl mag, ist auf dem Roskilde in Dänemark genau richtig, das nach den tragischen Vorfällen im Jahr 2000, als neun Besucher bei einem Auftritt der Band Pearl Jam verunglückten, wieder ein Publikumsmagnet für Skandinavier geworden ist und als eines der sichersten Festivals überhaupt gilt. Egal für was man sich diesen Sommer aber entscheidet, die zwei wichtigsten Festivalutensilien sollte man auf keinen Fall vergessen: Gummistiefel und Sonnencreme.
